Aptierte Stempel der Deutschen Bundespost

  
Auf den ersten Blick sehen wir eine Nachnahme der Deutschen Bundespost, was erst einmal gar nichts Besonderes darstellt und in ähnlicher Weise sicher millionenfach verschickt wurde. Die NN ist für den Zeitraum vom 1.3.1963 bis 31.7.1964 mit 65 Pfennig korrekt freigemacht (Postkartenporto = 15 Pfg. plus NN Gebühr 50 Pfg.), also eher wieder nichts Besonderes. Setzt man jetzt die „Heimatsammlerbrille“ auf erkennt man, dass die NN von Mangolding nach Köfering ging (die Orte liegen gerade mal 2,5 km auseinander). Die Absenderin Frau Maria Sommerschuh, Gemischtwaren, verlangte eine Frist welche aber nicht eingelöst wurde, so dass die NN an sie zurück ging.

Richtet man jetzt den Fokus auf die beiden Stempel, fällt auf, das bei beiden die Ortsangabe asymmetrisch ist.

                                

        Stempeltyp D2 „MANGOLDING b“                                                     D2 „KÖFERING über REGENSBURG

Zur weiteren Betrachtung ist es wichtig sich an die Einführung der „Neuen vierstelligen Postleitzahlen“ am 23.3.1962 zu erinnern.
Wie wir aus den Stempeln ersehen schreiben wir bereits den 29. bzw. 30.8.1963. Das Publikum hatte sich bereits an die Verwendung der neuen PLZ gewöhnt, siehe Anschriftenzeile 8401 Köfering, nur die Deutsche Bundespost kam mit der Umstellung der Stempel nicht hinterher. Deshalb wurde bei den „Alten Stempeln“ die PLGZ (13a) entfernt, so dass man den Stempel zur Überbrückung noch einige Zeit ohne „Gesichtsverlust“
weiter verwenden konnte.
Aus meiner Sicht ein tolles, zeitlich begrenztes, Sammelgebiet.

(Sammlung - Städler Armin)