Der große Stadtbrand von Donaustauf


Empfangsbestätigung und Dankschreiben des Vorstandes des Hilfs-Comite's für die Abgebrannten in Donaustauf über eine Spende von 92,73 Mark an das Bezirksamt Ebern vom 22.6.1880.

 
Der 4. März 1880 war der schwärzeste Tag in der Geschichte Donaustaufs. In der Schöpperl-Brauerei waren Funken in die im Hof liegenden Strohhaufen geflogen und hatten einen Brand entfacht. Ein orkanartiger Sturm
der gerade tobte, trug das Feuer in die angrenzenden Häuser der Hauptstraße, in den Oberen Markt under erfasste auch das Taxis-Schloß. Der Wind zerstreute die brennenden Schindeln der Dächer; wo sie niederfielen zündelten sie weiter. So brannte es überall zugleich. Alles, auch das Schloß brannte ab. Über 700 Feuerwehrmänner kämpften mit 34 Löschmaschinen-Handpumpen gegen das Feuer. Der Brand legte 100 Wohnhäuser und 51 Nebengebäude in Schutt und Asche. 650 Menschen wurden obdachlos, der Schaden betrug über 800.000 Mark. Der Markt bat um öffentliche Unterstützung in dieser Notlage. An vielen Orten bildeten sich Hilfsvereinigungen. König Ludwig II., das Haus Thurn und Taxis, Bischöfe, Grafen, Städte, Banken und Vereine halfen den Brandgeschädigten.
Der Wiederaufbau brache eine völlige Neugestaltung des Ortsbildes.
(Sammlung Franz Ullmann, Bamberg)