Eilbrief aus Regensburg mit Vierfach-Aufwertung

 
Diesmal möchte ich einen meiner schönsten INFLA - Belege vorstellen, bei dem ich mir aber gar nicht sicher bin ob er in der INFLA – Sammlung landet oder doch lieber in der Stempelsammlung „Regensburg“. Bayerische K2 Stempel sind in dieser Qualität eher selten anzutreffen. 

Doch nun zum Beleg – es handelt sich um ein Eil-Einschreiben der Jakobs-Drogerie von Martin Schön aus Regensburg nach Berlin. Der Brief wurde am 28.11.1923 um 5-6N beim Regensburger Postamt 3 aufgegeben und war am 29.11.1923 um 11-12V in Berlin beim Zielpostamt. Da wir uns in der Portoperiode 26 befinden (26.11. – 30.11.23) berechnet sich das Sollporto:  
Fernbrief der 2. Gewichtsstufe (Notiz oben links 33g) 112 Mrd. + Leistung Einschreiben 80 Mrd. + Leistung Eilzustellung im Ortsbezirk  60 Mrd. = 352 Mrd. Reischsmark.

Istporto: 4 x 20 Milliarden (MNr. 329A) + 8 x 1 Milliarden (MNr.331b) = 88 Mrd. In der Portoperiode 26 (26.11. – 30.11.23) wurde die Marken, wegen Markenmangel um das 4-fache  aufgewertet und auch um den 4-fachen Preis verkauft => es ergibt sich also eine Frankatur von 88 x 4 = 352 Mrd. somit ist der Beleg portorichtig freigemacht.

Der Brief ist wohl schon vor dem Krieg Infla-geprüft worden. Nach Auskunft des ARGE-Kollegen Mürmann war es damals üblich, dass drei Prüfer an der Prüfung beteiligt waren. Die hier zu sehenden Prüfzeichen stehen "EP" für Eduard Peschel, "gKo" für Gustav Kobold und "JNa" für Johannes Nawrocki.

(Sammlung: Armin Städler)