Ganzsachenausschnitte im Grenzverkehr mit der Schweiz

Für Briefe im Grenzverkehr mit der Schweiz galt ein ermäßigter Tarif von 10 Pfennig je 15 g Gewicht. Der vorliegende Beleg aus dem grenznahen HALTINGEN VOM "24.1.1891" nach Basel (Ankunftsstempel vom 24.1.1891 auf der Rückseite) wurde mit einer Mischfrankatur dreier Ganzsachenausschnitten freigemacht: 3 Pfennig grün (aus dem Streifband S6 oder S7) und 5 Pfennig violett (z.B: aus der Postkarte P10) der Ausgabe "PFENNIG" (die bis 31.1.1891 gültig war) und 3 Pf. braun (aus dem Streifband S8) der Ausgabe "KRONE ADLER" (um 1 Pfennig überfrankiert). Ganzsachenausschnitte waren im Deutschen Reich nicht frankaturgültig. Trotzdem wurde der Brief unbeanstandet befördert.
(Sammlung Peter Kropfelder)